Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bremen fordert als Reaktion auf den immer lauter werdenden Ruf nach robusterem Handeln der Polizei eine Einstellungsoffensive des Bundeslandes: 200 neue Polizisten sollte das Land nach dem Willen des Gewerkschaftsvorsitzenden, Jürn Schulze, einstellen. „Am Besten sofort,“ wie er sagte.

„Bremen hat die Polizei an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht und ihr mit der Absenkung der sogenannten Zielzahl geschadet,“ so Schulze. 

Wer erwarte, dass eine personell herabgewirtschaftete Polizei die aktuellen Herausforderungen meistern könne, sei „schlicht auf dem Holzweg.“

Schulze fordert, die Polizei endlich wieder handlungsfähig zu machen: „Bremen braucht eine starke Schutzpolizei, eine starke Bereitschaftspolizei und leistungsfähige Ermittler bei der Kripo. Wenn, wie im Moment, nur ein Teilbereich der Polizei zu Lasten eines anderen Teiles leistungsfähig gemacht oder gehalten werde, werde das „auf Dauer schief gehen.“

Bremen fehlen allerdings die Kapazitäten, um 200 neue Beamte auszubilden. Schulze verweist dazu auf das Nachbarland: „Die Kooperationen mit Niedersachsen sind ohnehin schon weitrei- chend, warum sollte man sie nicht auch in diesem Bereich ausweiten?“

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