Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bremen fordert ein Ende der Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. „Die Kennzeichnungspflicht ist ein Ausdruck des Misstrauens gegen die Polizei, so der Landesvorsitzende der DPolG, Jürn Schulze. „Die Polizei benötigt jedoch nicht Misstrauen und Stigmatisierung, sondern den Rückhalt des Senats,“ so Schulze weiter. Der Gewerkschaftschef kritisiert gleichzeitig das „mittlerweile jahrelange Schweigen“ der Senatsmitglieder zu Polizeithemen, „angefangen bei Bürgermeister Sieling.“

„Wenn sich, wie in der vergangenen Woche, Polizisten aus Bremen in einem harten und langen Einsatz wiederfinden und über Gebühr beansprucht werden, kaum Ruhephasen haben und erschöpft und niedergekämpft zurückkehren, erwarte ich, dass nicht nur der Innensenator seinen Dank zum Ausdruck bringt,“ so Schulze.

Nachdem die nordrhein-westfälische Landesregierung das Ende der Kennzeichnungspflicht angekündigt hat, ist der Senat nach Schulzes Meinung „gut beraten, diesem Beispiel zu folgen und der Polizei Bremen seinen Rückhalt und sein Vertrauen zu signalisieren.“ Die Verfechter der Kennzeichnungspflicht forderte er auf, den positiven Effekt der Maßnahme zu belegen. Regelungen einzuführen, weil man sie ideologisch für geboten hält, habe mit moderner Verwaltung und Dienstaufsicht nichts zu tun, und die Kennzeichnungspflicht sei eine rein ideologische Maßnahme.

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