Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes in Bremen aus Anlass einer terroristischen Bedrohung Ende Februar begrüßt, und sowohl dem Bremer Innensenator Mäurer als auch Polizeipräsident Müller große Anerkennung für den transparenten Umgang mit Versäumnissen ausgesprochen.

In Berlin erklärte DPolG-Vorsitzender Rainer Wendt:

„Glücklicherweise sind derartige Terrorlagen eine absolute Seltenheit in Deutschland. Für die Bewältigung eines solchen Einsatzes ist eine sehr komplexe Einsatzorganisation notwendig, dabei sind offensichtlich Fehler begangen worden, die jetzt untersucht wurden. Diese Offenheit ist ein gutes Beispiel für Fehlerkultur, die im deutschen Behördenwesen alles andere als alltäglich ist und deshalb große Anerkennung verdient.

Jetzt wird mit Änderungen in der Führung und in der Informationsübermittlung dafür gesorgt, dass Versäumnisse künftig möglichst nicht entstehen, außerdem sollen Übungen intensiviert werden. Es zeigt sich, dass auch an dieser Stelle die prekäre Personalsituation der Polizei zu Defiziten führen kann, wenn Befehlsstellen oder Einsatzabschnitte  nicht ausreichend besetzt werden können.

Die politische Bewertung des Vorganges findet vor allem in aktueller Wahlkampfstimmung statt. Die Rücktrittsforderungen der Opposition sind als Wahlkampfgetöse verständlich, aber in der Sache nicht gerechtfertigt. Gerade weil die Bremer Polizeiführung und der Senator selber offen und konstruktiv mit diesem Vorgang umgehen, wären personelle Änderungen geradezu absurd.

Die Bremer Bevölkerung hat zu Recht großes Vertrauen in ihre Polizei, die auch bei diesem Einsatz ihren Schutzauftrag erfolgreich  erfüllt hat. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben über einen Zeitraum von mehreren Tagen wichtige Objekte und den öffentlichen Raum wirkungsvoll geschützt und mit ihrer starken Präsenz das Sicherheitsempfinden der Menschen gestärkt.“

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