Die Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert Pläne der Gesundheitsdeputation, die ab 2016 geplante generelle Leichenschau an einem zentralen Untersuchungsort durchführen zu lassen, da dies im Falle eines Tötungsdelikts bedeuten würde, dass der Verstorbene von einem Tatort entfernt würde.

Was dies für die Spurensuche bedeutet, dürfte einleuchten. Zusätzlich wird mit der angestrebten Lösung jedoch auch dem Täter die Möglichkeit und Zeit gegeben, Spuren zu beseitigen, und damit die Strafverfolgung erschwert oder unmöglich gemacht – ein unhaltbarer Zustand!

Grundsätzlich ist die angestrebte Regelung jedoch zu begrüßen; die weiteren damit verbundenen Probleme, zuallererst die Frage nach dem erforderlichen Personal, müssen aber ebenfalls gelöst werden und dürfen nicht zu Lasten der Polizei gehen.

Im Schnitt sterben in Bremen pro Jahr 4000 Menschen außerhalb der Krankenhäuser. Zukünftig müssten, um ein gegebenenfalls erforderlich werdendes Strafverfahren zu ermöglichen, Polizeibeamte bis zum Abschluss der Leichenschau anwesend sein, nachdem die Tod durch den erstuntersuchenden Arzt festgestellt wurde.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Pressemitteilung.

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