Elektronische Gesundheitskarte 2011Zwanzig Jahre, nachdem die elektronische Krankenversichertenkarte den Krankenschein abgelöst hat, schafft es endlich auch das Land Bremen, seinen Polizei- und Feuerwehrbeamten einen ebenbürtigen Ersatz für den bis heute üblichen Krankenschein der Heilfürsorge zukommen zu lassen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die Einführung der Karte zum 1. Oktober diesen Jahres, wenn auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Weinend, weil es so lange gedauert hat, bis den Kolleginnen und Kollegen von Feuerwehr und Polizei die mitleidigen Blicke der Arzthelferinnen und Mitpatienten an der Anmeldung  der Praxen endlich erspart bleibt“, sagt dazu Jürn Schulze, Landesvorsitzender der Gewerkschaft.

Er erklärt, dass seine Kolleginnen und Kollegen mittlerweile auch auf Praxismitarbeiterinnen treffen, „die nicht einmal mehr wissen, was ein Krankenschein überhaupt ist.“ Die Einführung der Karte auch für Heilfürsorgeberechtigte sei daher lange überfällig gewesen.

Im Rahmen der Heilfürsorge übernimmt der Dienstherr insbesondere bei Polizisten und Feuerwehrleuten die ihnen entstehenden Krankheitskosten vollständig, da angenommen wird, dass diese sich bei ihrem erhöhten Berufsrisiko nur mit hohen Kosten privat versichern könnten. Die Abrechnung für Bremer Landesbeamte erfolgt immer noch mittels Vorlage eines Krankenscheins beim Arztbesuch.

Die elektronische Krankenversichertenkarte löste bereits im Januar 1995 den Krankenschein als Abrechnungsrundlage der gesetzlichen Krankenkassen ab. Sie wurde ab 2012 sukzessive durch die elektronische Gesundheitskarte ersetzt. 

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