Die Deutsche Polizeigewerkschaft Bremen (DPolG) fordert angesichts stetig steigender Einbruchszahlen einen "Einbruchs-Radar" nach Vorbild eines Polizei-Projekts in Bochum. Dort veröffentlicht die Polizei wöchentlich Straßen, an denen eingebrochen wurde und sensibilisiert so die Bevölkerung in der Nachbarschaft.

"Die Idee ist gut," sagt DPolG-Landesvorsitzender Jürn Schulze, der damit einen Vorschlag seines Kollegen Thomas Kliewer (DPolG Niedersachsen) für die Region Hannover aufgreift. Beide Städte sind von der Größe her etwa vergleichbar. "So kann man erreichen, dass sich die Bürger besser schützen." Er verweist dabei auf das Angebot des Präventionszentrums der Polizei, das professionelle Beratung zum Thema Einbruchschutz bietet.

Schulze weiter: "Wenn unverzüglich die aktuell besonders von Einbruchsdiebstählen betroffenen Stadtviertel oder Orte veröffentlicht werden, wird die Bevölkerung aufmerksamer, achtet vermehrt auf verdächtige Fahrzeuge und Personen, ist eher bereit, 110 zu wählen. Solange der Datenschutz und der Schutz der Opfer beachtet werden, halte ich das für einen vernünftigen Ansatz."

Im vergangenen Jahr gab es über 3.000 Einbruchsversuche in Bremen, mehr als 1.800 waren aus Sicht der Täter erfolgreich.

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