Die langfristigen schwerwiegenden Folgen von Schicht- und Nachtarbeit sind in vielen Studien untersucht worden. Viele Kolleginnen und Kollegen verrichten über Jahrzehnte ihren Dienst gegen die innere Uhr - das kann nicht ohne gesundheitliche Folgen bleiben. Da hilft die altersgerechte Personalentwicklung, die erst nach 20 bis 25 Jahren Zugehörigkeit zur Polizei tatsächlich greift, nur wenig.

Zahlreiche Polizeibeamtinnen und -beamte versehen ihren Dienst dennoch gerne bei der Schutzpolizei, der Verkehrsbereitschaft, der Bereitschaftspolizei oder dem Kriminaldauerdienst - die hier nur stellvertretend für viele weitere Bereiche der Polizei stehen, in denen Schichtdienst geleistet wird.

Doch wie wird diese Tätigkeit honoriert? Beinahe gar nicht. Während in der freien Wirtschaft Zuschläge von bis zu 150% des Grundlohns steuerfrei gewährt werden, gelten bei der Polizei einkommensunabhängige feste Sätze, die zwischen 0,77 Euro und 3,27 Euro pro Stunde liegen.

Die DPolG setzt sich daher für einen festen Zuschlag in Höhe von € 5,- pro Stunde für den sogenannten "Dienst zu ungünstigen Zeiten", also den Dienst zur Nachtzeit sowie an Wochenenden und Feiertagen, ein. 

Die Aussagen der Behördenleitung der Polizei Bremen, sie wolle den Schichtdienst stärken, sind bisher nur Lippenbekenntnisse; aus der Arbeitsgruppe "Perspektiven für den Einsatzdienst" hat man seit deren Gründung auch nichts mehr gehört.

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